textarchiv


Prosa

bis 1993

nach 1996





tanzte ich wirklich, kugelten sich mir die Arme aus
hoch
seit gestern bin ich mir dessen sicher
hoch
von einem ganzen Tag nur fünf Minuten, das merken sie nicht
hoch
es gibt hier auch rosa Häser und gelbe. sie blättern ab. alles hier blättert ab.
hoch
jeder, der hier ist, ist freiwillig hier und bestimmt selbst, wie lange er bleibt
hoch
meine sehr verehrten Damen und Herren, ein Kunststück zu zweit!
hoch
der Weg des Wegkommens ist leer und es dauert, bevor du ihn erreichst
hoch
weit reicht die Sicht vom Käfig aus, der den Gefängnisturms krönt
hoch
Fleischspiesschen und Pommes mit Mayo aus Luken
zugenagelte Cafés
hoch
ich hatte gehört, die Erde sei tot
hoch
für Münzen kaufen die Schläger Schläge
hoch
sitzen da,
ganze Tage,
gelbe bis graue Todmüdigkeit von Gesichtern,
von Gebärden
hoch
denn Ausgeschlossensein scheint schlimmer als Tod
hoch
irgendwo ist der Mensch, solange er lebt
hoch
wir begeben uns zu etwas,
das ist aber nicht
hoch
und immer dem Heute und Hier verhaftet
erhofften wir nichts und nie vom Morgen
hoch
und dass ich sie liebe.

Begleitmusik der Theaterarbeit
mit den Strassenkindern
in aufgefangenen Sätzen,
fragmentarischen Bildern, Gedanken

hoch

die Unterschiede
zwischen hier und da
und der und dem fallen
ins Nichts

hoch

gut, dass es im Oktober noch nicht so heiss ist

hoch

ich liebe Peru seit meinem ersten Aufenthalt dort...

hoch

ich sehe das ganz andere Theater, das Theater nur Teil
nur das Theater!

hoch

ob ich etwas zu Kafkas Zeichnungen sagen könnte

hoch



textarchiv